Die Situation
Den Hausarzt zu wechseln bleibt auch 2026 eine administrative Tortur. Die Übertragung der Akte erfolgt noch weitgehend per Briefpost, mit Fristen von 15 Tagen bis 3 Monaten. In dieser Zeit werden Sie blind behandelt.
Teure Untersuchungen (MRT, Szintigrafie, onkologisches Assessment) werden vorsorglich wiederholt, weil die neue Ärztin keinen Zugang zum Vorhandenen hat. Vom französischen Rechnungshof geschätzte Kosten: über eine Milliarde Euro pro Jahr für redundante Untersuchungen.
Die nationale Gesundheitsakte sollte dieses Problem theoretisch lösen. In der Praxis speisen viele Einrichtungen weiterhin nicht systematisch ein, und Daten von vor 2022 fehlen oft.